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Einsatz der k-MED Plattform für akademische Lehrveranstaltungen

Die k-MED Lernplattform wird in vielfältiger Form für die Lehre an den beteiligten Universitäten eingesetzt. Nachfolgend stellen wir Ihnen einige exemplarische Szenarien vor.

Universität Marburg / Biochemie

Naturwissenschaftliche Vorkenntnisse der Studierenden sind sehr unterschiedlich ausgeprägt. Für das vorklinische Fach Biochemie muss sich ein Teil der Studierenden in kurzer Zeit ein umfangreiches Grundlagenwissen aneignen, um die vorgegebenen Lernziele erreichen zu können. Hierzu erhalten alle Studierenden des 1. Semesters Zugang zu den k-MED Kursen. Diese sind genau auf die Lehrinhalte der Biochemie abgestimmt und für das Verstehen der Inhalte der Präsenz-Veranstaltungen essentiell. Außerdem werden ein Online-Kurs zur Prüfungsvorbereitung und ein betreutes Forum zur E-Mail-Kommunikation zwischen Studierenden und Lehrenden angeboten. Für das 3. Semester gibt es zusätzliche Online-Inhalte zur Vorbereitung auf das erste Staatsexamen.

Dieses Szenario wurde nach im WS 2004/05 zum ersten Mal erprobt. Sehr positive Ergebnisse ermutigen zum Ausbau. E-Learning mit k-MED ist hier bereits jetzt zu einem festen Bestandteil der Pflichtlehre geworden.

Universität Marburg / Radiologie

Seit 2003 wird ein scheinpflichtiger Kurs als „Blended Learning“-Veranstaltung angeboten. Er beginnt mit einer zweiwöchigen Selbstlernphase mittels k-MED Grundlagenkursen, die die Studierenden online zu Hause oder auch in betreuten PC-Räumen bearbeiten. Diese Phase ergänzt ein zweistündiges „Meet-the-expert“ im Hörsaal, bei dem die Dozenten für Fragen zur Verfügung stehen. Ergänzend dazu gibt es ein betreutes Online-Forum. Die Selbstlernphase endet mit einer beaufsichtigten Online-Klausur. Danach beginnt Kleingruppenunterricht mit POL-Elementen, wovon ein Teil aus k-MED Kursen besteht, ein anderer aus Präsenzseminaren plus k-MED Kursen. Auch diese Phase endet mit einer beaufsichtigten Online-Abschlussklausur.

2004 wurde die den Kurs ursprünglich ergänzende Vorlesung aus dem Lehrplan gestrichen. Der Anteil an selbstbestimmtem Lernen und an Kleingruppenunterricht stieg.

Universität Frankfurt / Klinische Pharmakologie

Das Seminar „Grundlagen der praktischen Pharmakotherapie“ wird seit WS 2004/05 als „Blended Learning“-Veranstaltung durchgeführt. Um die knappe Präsenzzeit inhaltlich zu entzerren, erfolgt eine gezielte webbasierte Vor- und Nachbereitung jedes Präsenztermins über die k-MED Plattform. Vor jedem Präsenztermin werden die darin behandelten klinischen Fallbeispiele und damit verbundenen Fragestellungen vorab online präsentiert, damit sich die Studierenden gezielt vorbereiten können. Weiterhin können die Studierenden in der k-MED-Plattform vorhandene Grundlagenkurse nutzen, um Wissenslücken zu schließen.

Zur Nachbereitung wird ein Assessment durchgeführt, d.h. die Studierenden bekommen themenspezifische Aufgaben gestellt, die sie online bearbeiten müssen. Hierdurch können sowohl die Dozenten als auch die Studierenden überprüfen, inwieweit der Lehrstoff erfolgreich vermittelt bzw. verstanden wurde, so dass beim nächsten Präsenztermin gezielt auf Unklarheiten und Problemfelder eingegangen werden kann. Die Antworten der Studierenden werden bewertet und gehen in deren Benotung ein.

Über einen Online-Fragebogen können die Studierenden jeden Seminar-Termin bzw. das Gesamt-Konzept des Seminars bewerten, und dieses Feedback hilft wiederum den Dozenten bei der kontinuierlichen Verbesserung ihrer Lehre. Zusätzlich wurde ein betreutes Kommunikations-Forum angeboten.

Da die Veranstaltungs-Organisation und -Evaluation online erfolgt, können nicht nur auf Dozentenseite erhebliche Ressourcen eingespart werden, sondern die Durchführung des Seminars in dieser kooperativen und interaktiven Form wäre bei ca. 150 Kurs-Teilnehmern pro Semester auf „klassischem“ Weg nicht zu bewältigen.

Fazit des Einsatzes von k-MED in der akademischen Ausbildung

Die beispielhaft beschriebenen Lehr-Lern-Szenarien werden von den Studierenden in den regelmäßig durchgeführten Online-Evaluationen durchweg positiv beurteilt. Online-Kurse zum Selbstlernen liefern ihnen eine klare Orientierung hinsichtlich Stoffumfang und Lernzielen und die Möglichkeit der gezielten Prüfungsvorbereitung. Die Kurse erlauben zudem mit ihrer großen Zahl von Übungsfragen und ihrer vielfach beispiel- bzw. problemorientierten Stoffaufbereitung einen im Vergleich zu traditionellen Lehrformen effizienteren Lernprozess. Weiterhin helfen sie, unterschiedliche Wissensstände zu nivellieren. Als ergänzende Angebote dienen sie außerdem zur inhaltlichen Entzerrung der knappen Präsenzzeit.

Mit veranstaltungsbegleitenden Übungen und Online-Prüfungen in der Lernplattform kann der Erfolg der Wissensvermittlung effizient und objektiv kontrolliert werden. Beides bewirkt eine aktivere Mitarbeit der Studierenden und ihre intensivere Auseinandersetzung mit dem Lehrstoff.

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